Handschriftliche Briefentwürfe von Felix Mendelssohn Bartholdy vorgestellt
Das Stadtgeschichtliche Museum und die Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« haben am Montag erstmalig handschriftliche Briefentwürfe von Felix Mendelssohn Bartholdy vorgestellt. Im Juni hatten sie diese im Londoner Auktionshaus Sotheby´s ersteigert. Die HMT ersteigerte einen Briefentwurf von 1948, in dem Mendelssohn versucht, den sächsischen König Friedrich August II. von der Gründung eines Musikkonservatoriums zu überzeugen.
"Er beschreibt unter anderem die Ausbildungssituation junger Musiker, die sehr schlecht sei und das gerade junge arme Talente keine Chance hätten eine entsprechende Ausbildung zu bekommen. Das müsste seiner Meinung nach geändert werden durch eine Musikhochschule oder Musikschule", sagt Barbara Wiermann, Leiterin der Bibliothek der Hochschule für Musik und Theater Leipzig.
Die Schriften können heute als Gründungsdokumente der Musikhochschule gelten. Besonders die Tatsache, das Mendelssohn selbst versucht hat, den König von der Gründung einer Musikschule zu überzeugen, war bisher eher unbekannt.
Die Briefentwürfe, die das Stadtgeschichtliche Museum erworben hat, hat Mendelssohn an den Rat der Stadt gerichtet. Er macht darin auf die schwierige finanzielle Situation der Gewandhausmusiker aufmerksam, wie der Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums, Volker Rodekamp weiß.
"Er hat sich in unseren Schriften dafür eingesetzt, dass die Bezahlung der Gewandhausmusiker verbessert werden sollte. Die war damals relativ schlecht. Er sag das Problem, dass die besten Musiker aus Leipzig abwandern würden, wenn das Gewandhaus nicht mehr Geld in die Hand nimmt um seine Musiker zu bezahlen."
Die Briefentwürfe reihen sich in eine Sammlung von 100 handschriftlichen Manuskripten Mendelssohns ein. Besonders wertvoll sind sie, da die Originale der Briefe als verschollen gelten. Einige der hand- schriftlichen Manuskripte kann man zukünftig im Stadtgeschichtlichen Museum betrachten.
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