»Das kleine Format«
Ausstellung von Kupferstecherin Margot Bitzer im Haus des Handwerks
»Die Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar.« Dieses Zitat von Paul Klee ist Margot Bitzers Leitsatz. Im Haus des Handwerks ist am Dienstag die Ausstellung »Das kleine Format« eröffnet worden, in der sie eine Auswahl ihrer Werke präsentiert. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit stehen oft historische Gebäude.
»Die alten und schönen Häuser, die wir in Leipzig haben, mit den vielen Ornamenten, die jetzt immer wieder zum Vorschein kommen, inspirieren mich. Da ich mit diesen Feinheiten seit meiner Lehrzeit belastet bin, lege ich ganz großen Wert darauf, dass die Häuser ganz viel Schmuck haben. Das kann ich gut umsetzen. Ganz sachlich und nüchterne Sachen sind zwar schön, aber ich mag lieber etwas, an dem viel Ornamentik dran ist«, so die Künstlerin.
Margot Bitzer ist ausgebildete Kupferstecherin. In der Wertpapier-Druckerei Leipzig hat sie das Handwerk gelernt und war dort auch bis 1983 tätig. Dies bildete die Grundlage für ihr künstlerisches Schaffen.
»Ich komme noch aus der Zeit, als Briefmarken und Banknoten im Stich gefertigt wurden. Das war für mich eine Zeit, in der ich unheimlich viel gelernt habe. Diese Genauigkeit kann ich auch jetzt bei den anderen Sachen anwenden. Das war auch bei den Banknoten unbedingt erforderlich. Die mussten hundertprozentig genau sein und da durfte man nicht mogeln«, so Bitzer weiter.
Margot Bitzers Arbeiten haben unter anderem schon Platz im Kupferstichkabinett Dresden oder im Stadtmuseum Weimar gefunden. Die Ausstellung wird noch bis zum 17. März im Haus des Handwerks in der Dresdner Straße zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.
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