Blinde können Thomaskirche erfühlen
Bis März 2012 soll ein Modell der Thomaskirche auf der Südseite des Hauses aufgestellt werden
Diese Epitaphe ist rund 400 Jahre alt. Es ist die Grabplatte des ehemaligen Bürgermeisters der Stadt Daniel Leicher. Zu finden ist das Kunstwerk aus Marmor und Alabaster in der Thomaskirche. Allerdings hat das Denkmal seine besten Tage bereits hinter sich, weshalb es jetzt restauriert werden soll wie Pfarrer Christian Wolff weiß.
»Im Laufe der Jahrhunderte sind doch etliche Figuren abgebrochen und als Souvenir mitgenommen worden. Außerdem muss dieses Epitaph grundlegend gereinigt werden.«
Bis 2012 zum 400. Todestag von Daniel Leicher sollen die Restaurationsarbeiten abgeschlossen sein. Kosten für das Vorhaben: ca. 30.000 Euro. Doch das ist nur eines der Projekte, die der Verein Thomakirche-Bach 2000 e.V. bis zum 800-jährigen Jubiläum der Kirche 2012 realisieren möchte. So soll ein Modell der Thomaskirche und des Thomashauses im Maßstab 1:100 gefertigt werden. Spätestens bis März 2012 soll es dann auf der Südseite der Thomaskirche aufgestellt werden.
»Und zwar in einer Höhe in der man bequem diesen Bronzeguss begreifen kann, sodass sich auch blinde Menschen eine Vorstellung über die Form und die Dimensionen über die Thomaskirche und des Thomashauses machen können«, sagt Pfarrer Wolff.
Kosten für das Projekt: ca. 25.000 Euro. Zur Realisierung dieser kostenintensiven Projekte ist die Gemeinde auf den Förderverein der Thomaskirche angewiesen. Dieser hat mit Andreas Müller, dem 1. Bürgermeister der Stadt Leipzig, seit Oktober einen neuen stellvertretenden Vorsitzenden.
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