»Projekt Polen« auf der Buchmesse

polnische und deutsche Schüler arbeiten Hand in Hand in der Kulturvermarktung

Wenn sieben polnische und vier sächsische Schüler Vorträgen über Bücher und Pressearbeit lauschen, dann handelt es sich nicht zwangsläufig um bilingualen Unterricht. Am Freitagvormittag kamen die elf Schüler in Görlitz zusammen. Alle sind Vertreter von Schülerfirmen, alle tätig im Kulturmarketing, und alle haben Erfahrungen gesammelt, die nun in einem Buch präsentiert werden – im März auf der Leip ...

»Projekt Polen« auf der Buchmesse

polnische und deutsche Schüler arbeiten Hand in Hand in der Kulturvermarktung

Wenn sieben polnische und vier sächsische Schüler Vorträgen über Bücher und Pressearbeit lauschen, dann handelt es sich nicht zwangsläufig um bilingualen Unterricht. Am Freitagvormittag kamen die elf Schüler in Görlitz zusammen. Alle sind Vertreter von Schülerfirmen, alle tätig im Kulturmarketing, und alle haben Erfahrungen gesammelt, die nun in einem Buch präsentiert werden – im März auf der Leipziger Buchmesse.

»Wir wollten unserem Projekt Polen auf der Leipziger Buchmesse neue Impulse geben. Konkret aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums des deutsch-polnischen Vertrages und wir haben überlegt welche Projekte dafür geeignet wären. Jedes Jahr kommen polnische Autoren auf die Messe, werden vorgestellt, meistens junge Autoren mit neuen Büchern und wir haben uns überlegt, ob wir nicht auch ein Teil des deutsch-polnischen Jugendaustausches auf die Messe holen könnten«, sagte Buchmesse-Direktor Zille.

Dass die Schüler sich, Ihr Buch und Ihre Projekte optimal präsentieren können, dafür sorgt eine Kooperation zwischen der Sächsischen Bildungsagentur und der Leipziger Buchmesse. Die Schüler erhielten gewissermaßen Experten-Unterricht. Denn nicht nur Buchmesse-Direktor Zille, sondern auch die Leiterin der Presseabteilung der Messe, Heike Fischer, sowie Vertreter der Sächsischen Zeitung und des Neisse Verlags gaben Einblicke in die Vermarktung von Kultur und standen den jungen Kulturmanagern in Görlitz Rede und Antwort.

Die Kooperation findet im Rahmen des Ziel3-Projekts »InterKulturManagement« statt - mit einem weiteren wichtigen Partner, dem Polnischen Institut. Dabei arbeiten deutsche und polnische Schülerfirmen aus Görlitz, Zgorzelec, Hoyerswerda, Niesky, Luban und Boleslawiec zusammen. Das Ziel3-Projekt ist ein Netzwerk auf dem Gebiet des Projektmanagements und der Kultur zwischen Schulen und Kulturschaffenden in der Grenzregion Polen/Deutschland.

Kinga Hartmann-Woycicka erklärte: »Das Projekt beschäftigt sich mit der Bedeutung der Kultur hier in der niederschlesischen und sächsischen Region, also grenznahem Raum. Die Schüler in den Schulen in Polen und in Sachsen sollen eine Strategie der Unterstützung für regionale Kultur zusammen aufzubauen, aufstellen.«

Auf der Buchmesse im März werden die Schüler das zweisprachige Buch vorstellen. Dank der Einblicke des Workshops in Görlitz können sie dann wohl auch Kontakte zu Autoren und Verlagen herstellen, um polnische Literatur nach Deutschland zu vermitteln.



Nachricht vom 14.02.2011
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Länge: 02:22 min
Kamera: Andre Uhlisch
Redaktion: Katharina Mergel
Beitrag vom 14.02.2011

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