messe im park
Das neue Leipziger Messegelände wird auch durch eine Parklandschaft mit rund 6.000 Bäumen, mehr als 23.000 Gehölzen sowie Rasen- und Wasserflächen geprägt.
Die Landschaft beginnt weit außerhalb der Messe. Entlang der Bundesstraße B2 sowie der Zufahrt aus Richtung Wiederitzsch sind begrünte Stützwände angelegt, die wie grüne Wasserfälle wirken, sowie Terrassen mit Rosen und Wildstauden. Rund um den Messebahnhof gedeihen einheimische Bäume - Eschen, Eichen, Wildobstbäume -, Büsche und Frühjahrsblüher. Daran schließt sich der Messepark Süd an, der einen grünen Übergang zwischen der Messemulde und den umliegenden Verkehrswegen schafft. Neben vielen Pflanzen und Leuchten gibt es im Messepark Süd ein Agoraphon zu entdecken - ein Klangkunstwerk des Wiener Professors Bernhard Leitner. Aus sieben Stahlrohren mit schrägen Öffnungen zur Kreismitte hin ertönen per Lautsprecher sphärische Klänge.
Bis zum Eingang in die Glashalle erstreckt sich ein Wasserbecken, das in seiner länglichen Form an das Bassin vor dem Völkerschlachtdenkmal erinnert. Mit originellen Ideen haben die Gestalter Akzente gesetzt: So "schwimmt" ein Baum auf einer Insel im Wasser, sprudelt eine Fontäne, und ein sogenannter "Mosesweg" sorgt dafür, dass man trockenen Fußes auf die andere Seite kommt.
Die Glashalle teilt die Parklandschaft der Messe in Drinnen und Draußen. Entlang der Trassen für die Shuttle-Busse erstrecken sich Wassergräben mit dicht bepflanzten Böschungen.
Eine idyllische Ruhezone - den sogenannten Pocket-Park - legten die Landschaftsgestalter zwischen Glashalle und östlicher Eingangshalle an. Wasser, Bäume, Büsche und verdeckte Leuchten laden die Messebesucher zur Erholung ein. Der östliche Messepark zwischen den Parkplätzen ist mit Wassergräben und Schotterrasenflächen ausgestattet. Die zahlreichen großen Steine, die man im Messepark sehen kann, sind geologische Zeugen der Eiszeit. Sie wurden bei den umfangreichen Erdarbeiten für den Bau des neuen Messegeländes in den Jahren 1993 bis 1996 zu Tage gefördert. Die größten Findlinge wiegen zwischen 5,3 und 6,2 Tonnen; ihr Alter wird zwischen 1,7 Milliarden und 270 Millionen Jahre geschätzt.
Die Idee, die Messemulde eine "Etage" unter der Erdoberfläche durch das Gelände zu legen, wirkt sich positiv auf das Klima aus. Die Ost-West-Ausrichtung erlaubt dem Wind, das neue Gelände der Leipziger Messe ständig zu durchlüften; ein Sturm hingegen findet keine Angriffsmöglichkeit.

