glashalle
Mittelpunkt des neuen Leipziger Messegeländes ist die Glashalle. Erstmals in Europa wurde eine Ganzglashalle in dieser Größe realisiert. Einzigartig ist auch das Spezialglas, aus dem die 6.546 Glasscheiben gefertigt sind: Trotz einer Stärke von 20 Millimeter wird keine grünliche Färbung wie bei normalem Floatglases sichtbar.
Ihre einzigartige Stahl-Glas-Konstruktion wie auch ihre Dimensionen - 80 Meter Spannweite, 243 Meter Länge sowie fast 30 Meter Scheitelhöhe - machen die Glashalle zum markantesten Gebäude im Ensemble der Messebauten. Sie dient als zentrale Eingangshalle und ist über verglaste Brücken mit den Ausstellungshallen sowie dem Kongresszentrum verbunden. Das einzigartige Ambiente der Halle bietet zudem einen stimmungsvollen Rahmen für Gala-Abende, Tanzturniere, Lasershows, artistische Vorstellungen und andere Events. Das Bild der Glashalle hat sich neben dem traditionellen Doppel-M heute als optisches Symbol für die Leipziger Messe eingeprägt.
Die Glashalle führt bewusst die architektonische Tradition des 19. Jahrhunderts fort - als herausragendes Bindeglied zwischen der sachlichen Architektur der fünf Ausstellungshallen und der alten Messestadt Leipzig, wie sie beispielsweise in der Gestaltung des Hauptbahnhofs zu finden ist. Dessen monumentale Kuppelhalle mit dem großen Glasdach inspirierte die Architekten zu ihrer Idee.
Grundsätzlich funktioniert die natürlich belüftete Glashalle wie ein Wintergarten. In der kalten Jahreszeit wird ein mediterranes Klima aufrechterhalten, das eine immergrüne Vegetation ermöglicht. Steineichen und Olivenbäumen im östlichen Teil der Halle schaffen eine Zone der Erholung abseits des Messebetriebes.

