»Grenzen sind nicht verschwunden«
Martin Pollack erhält Buchpreis zur Europäischen Verständigung
Mit der Verleihung des Leipziger Buchpreises zur Europäischen Verständigung wurde am Donnerstag Abend die Buchmesse feierlich eröffnet. Preisträger in diesem Jahr ist der österreichische Journalist, Schriftsteller und Übersetzer Martin Pollack. Seine Auszeichnung begründet die Jury mit der aufklärenden Geschichtspolitik Pollacks. Er nehme vor allem die randständigen und lange vernachlässigten Regionen Osteuropas in den Blick.
»Das freie und wohlhabende Europa hat seine Grenzen nach Osten verschoben, aber verschwunden sind diese Grenzen nicht«, sagte Pollack in seiner Rede im Leipziger Gewandhaus. »Im Gegenteil: die neuen Grenzen, die unseren Kontinent zerschneiden, werden nicht weniger streng bewacht als zu Zeiten des Kalten Krieges. Allerdings stellen jetzt WIR die unerbittlichen Wächter.«
Der Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung wird seit 1994 verliehen.
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