Anglizismen (englische Wortschöpfungen)
Selbst deutsche Sprachforscher beschäftigen sich schon lange mit dem Phänomen der Anglizismen, und geben deswegen auch jedes Jahr eine Liste mit bedrohten deutschen Wörtern heraus. 2007 waren dies Worte wie Augenstern, oder blümerant. Kritikern zufolge nehme der Gebrauch von englischen Originalen zunehmend überhand und bedrohe die deutsche Sprache und das Kulturerbe. In den vielen Fällen gebe es ein deutsches Wort, das denselben Zweck erfülle. Ähnliche Kritik gab es schon ab Ende des 19. Jahrhunderts gegenüber aus dem französischen, lateinischen oder griechischen stammenden Begriffen.
Diese Anglizismen begegnen uns bereits im Alltag. Hier einige Beispiele, die beliebig fortgeführt werden könnten: Airbag (Luftsack), Babysitting (Kinderbetreuung), Camping (Zelten), Broiler (Brathähnchen), Casting (Vorstellungsgespräch), Clown (Kasper), Comedian (Komiker), Container (Behälter), Couch (Sofa), Event (Veranstaltung), Gentleman (Kavalier), Hobby (Leidenschaft), Jackpot (Hauptgewinn), Manager (Führungsperson), Make-Up (Schminke), Meeting (Treffen), Party (Fest), Recycling (Wiederverwertung), Service (Dienstleistung), Sponsor (Förderer), Oldtimer (historisches Auto).
Die Stadt Leipzig ist auf Grund seiner Attraktivität (Schönheit) und den Messen auf dem Weg neben vielen Touristen (Besucher) aus dem Ausland auch Investoren (Geldgeber) aus dem Ausland zu beherbergen. Deswegen muss sich die Sprache öffnen, ohne natürlich die eigene Identität (Eigenheit) zu verlieren. Wir müssen deswegen an manchen Stellen eben internationale (ausländische) Begriffe verwenden. Außerdem wissen wir um die Herzlichkeit und Offenheit der Leipziger, die zwar Deutsch denken (Mein Leipzig das lob ich mir), aber freundlich sich dem Neuen, news (Nachrichten), weather (Wetter), events (Ereignisse), streams (Ströme), sports (Sport), business (Geschäftsleben), mixed (Verschiedenes), trade fair (Handel/Messe) öffnen, um es auch für die „Besucher“ verständlich zu machen.
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